Pressemitteilung

OVH und OVH US: Working together

2018
Pressemitteilung
Deutschland

corporate

 Mit der Gründung von OVH US baut OVH seine Präsenz auf dem weltweit wichtigsten und am weitesten entwickelten Markt aus. Eine große Herausforderung – vor allem für ein Unternehmen, das bisher rein organisch gewachsen ist. Aber gerade diese Herausforderung motiviert enorm, da wir alle nur gewinnen können: die Unternehmensgruppe, die weiter wachsen wird, und ihre Kunden. Einzelheiten erklären uns Russell Reeder, CEO von OVH US, und John Gazal, Transformation Director.
Warum hat OVH sich dazu entschlossen, in Amerika Fuß zu fassen? Russell Reeder – Weltweit liegt der US-Anteil im Cloud-Hosting-Bereich bei geschätzt 57 %. Der US-Markt ist nicht nur rein wirtschaftlich interessant. Er ist auch der am weitesten entwickelte Markt, denn die Mehrheit der Unternehmen, selbst die kleinsten unter ihnen, haben bereits Erfahrung mit der Cloud. Die Kunden wissen ganz genau, was sie wollen und ihre Erwartungen sind besonders hoch. OVH wagt sich also auf den anspruchsvollsten Markt im Cloud-Bereich. Eine enorme Herausforderung, an der die gesamte Unternehmensgruppe wachsen kann. Zumal OVH so einiges zu bieten hat: einen hohen Automatisierungsgrad, ein rundum gesichertes Glasfasernetz, eigene Rechenzentren an der US-West- und Ostküste, die Expertise seiner Mitarbeiter, „grüne“ Technologien und die Tradition, stets das beste Preis-Leistungs-Verhältnis anzubieten.
So wird OVH die USA auch durch seine Philosophie prägen. John Gazal – Der Eintritt in einen so wichtigen Markt ist für ein enorm wachsendes Unternehmen wie OVH eine logische Entwicklung. Viele Innovationen wurden dort hervorgebracht und unsere größten Konkurrenten sind dort tätig. Wir können von diesem Markt viel lernen, um uns noch besser und schneller zu entwickeln. Nachdem wir bereits einen Standort in Kanada haben, war dies der nächste  logische Schritt. Durch die Übernahme von vCloud Air starten wir gleich zu Beginn mit einigen Großkunden und uns steht vor allem ein Team sehr guter Fachleute zur Verfügung.  
Wie sind Sie mit dem Kulturschock umgegangen? John Gazal – Die wirkliche Herausforderung betrifft gar nicht so sehr die kulturellen Unterschiede, sondern vielmehr das Zusammenführen von zwei Teams mit sehr unterschiedlichen Unternehmenskulturen. OVH ist historisch gesehen organisch gewachsen, indem in Talente aus dem Unternehmen selbst investiert wurde, um so das OVH Mindset in neuen Regionen zu verbreiten. Mit dem Schritt, unser Team in den USA zu etablieren, haben wir uns entschieden, den Zusammenstoß der Unternehmenskulturen als Chance zu begreifen, um unsere Art zu denken und zu arbeiten auf die Probe zu stellen. Wir haben das Programm „Working together“ angestoßen, das maßgeblich zum Austausch der beiden Teams und zur Verbindung beider Kulturen beiträgt. Wie viele Technologieanbieter verfolgt OVH historisch gesehen einen produktzentrierten Ansatz. Unsere amerikanischen Kollegen kennen sich bestens mit den Produkten aus, verfolgen aber eher einen kundenzentrierten Ansatz. Das spiegelt sich in ihrer Organisation, ihren Abläufen, ihrem Personalmanagement und sogar in ihrer Sprache wider! Russell Reeder – Die Expansion auf den amerikanischen Markt stellt einen wichtigen und auch notwendigen Schritt für die Entwicklung von OVH dar. Es ist eine Gelegenheit, um unsere Skalierbarkeit, unsere Prozesse, unsere Entwicklung etc. zu testen. Wir müssen die amerikanische Denkweise „all about execution“ verinnerlichen, um unsere Ziele zu erreichen.  
Was sind die wichtigsten Punkte für den Erfolg einer solchen Unternehmung? Russell Reeder – Da es sich um einen bereits sehr ausgereiften Markt handelt, stellen die Kunden an die Produkte und Dienstleistungen hohe Erwartungen. Sie wollen einfache, schnelle und innovative Lösungen. Wir müssen also wirklich auf die Bedürfnisse der Kunden, ihre Erwartungen, ihre Probleme und Ideen eingehen. So viele europäische Unternehmen haben sich auf dem amerikanischen Markt schon die Zähne ausgebissen, vor allem im Bereich der neuen Technologien... John Gazal – Neben der Fähigkeit, die hohen Anforderungen des US-Marktes zu erfüllen, hängt unser Erfolg auch vom Talent unserer Mitarbeiter ab. OVH stützt sich in den USA auf ein sehr erfahrenes Team, das auf dem Cloud-Markt schon seit vielen Jahren tätig ist und von anerkannten Experten geleitet wird. Sie kennen also den gesamten Kontext und sind deshalb eine wertvolle Ressource für die Entwicklung von OVH in den USA.
Sie haben deshalb auch einen hohen Grad an Autonomie, wobei sie natürlich mit dem Rest der Unternehmensgruppe zusammenarbeiten. 
Wo befinden Sie sich auf Ihrer Roadmap? Russell Reeder – Mir fällt dazu eine typisch angelsächsische Redewendung ein: „Cooking with gas.“ Das bedeutet, dass man nach einer langen Zeit der Unsicherheit wieder richtig loslegt. Unsere Roadmap bestand zunächst darin, rechtlich unabhängige Strukturen für die USA aufzubauen, um abzusichern, dass die Daten der anderen Kunden geschützt bleiben. Das haben wir bereits geschafft. Ein weiterer wichtiger Punkt war unser Bekanntheitsgrad, den wir noch weiter steigern mussten. Die Übernahme von vCloud Air von VMware war in dieser Hinsicht perfekt. So konnten wir die Sichtbarkeit von OVH sehr schnell erhöhen. Wir haben außerdem unser erstes Rechenzentrum an der Ostküste eröffnet und unsere Dienstleistungen weiter ausgefeilt.
Daraufhin folgte die Eröffnung unseres zweiten Rechenzentrums an der Westküste. Jetzt stehen die Sterne günstig und unsere ersten Angebote für Dedicated Server sind verfügbar. Wir werden nun weitere Produkte wie die Private Cloud, die Public Cloud und VPS auf den Markt bringen und dabei darauf achten, dass diese die Erwartungen und Standards der Kunden erfüllen. John Gazal – International zu expandieren ist immer ein komplexes Abenteuer. Man stößt auf sprachliche, kulturelle, rechtliche, finanzielle und Marketing-Unterschiede... Insbesondere auf dem weltweit am weitesten entwickelten Markt. Wir haben bereits einen Großteil des Weges geschafft und zahlreiche Herausforderungen gemeistert. Der Eintritt in den amerikanischen Markt ist sicher viel komplexer als die Erschließung einer neuen Region in Europa, aber dank unserer Leidenschaft und unseres Engagements, zwei der Grundsätze des OVH Mindsets, waren wir erfolgreich. Wir stehen am Anfang eines ganz neuen Kapitels für OVH und vor allem für unsere Kunden. Wenn wir erfolgreich sind, dann sind es auch unsere Kunden, und das ist doch die schönste Belohnung!