Pressemitteilung

Sky is not the limit! Eine Goldgrube an Erdbeobachtungsdaten in der Public Cloud von OVH

2018
Pressemitteilung
Deutschland

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Sky is not the limit! Eine Goldgrube an Erdbeobachtungsdaten in der Public Cloud von OVH OVH schaut zu den Sternen. Denn kürzlich hat die Europäische Weltraumorganisation (ESA, engl. European Space Agency) entschieden, ihre Daten aus dem Projekt Copernicus über den Partner SERCO in der OVH Public Cloud hosten zu lassen, um so die freie Nutzung der Satellitenbilder zu fördern. Konkret heißt das: Dutzende von Petabyte an neuen Daten für Entwickler!
Das Projekt Copernicus ist das ehrgeizigste Erdbeobachtungsprogramm der Geschichte. Gestartet wurde es 2001 unter dem Namen Global Monitoring for Environment and Security (GMES) durch die Europäische Kommission und die Europäische Weltraumorganisation (ESA). Das Projekt soll Europa eine autonome Erdbeobachtungs- und -überwachungsfunktion bieten und langfristig die Entwicklung von Dienstleistungen der Geoinformation fördern. Sieben der insgesamt 30 vorgesehenen „Sentinel“-Satelliten wurden bereits gebaut und ins All geschickt, um das Programm planmäßig voranzubringen.

Neue Daten aus unendlichen Weiten

Die gesammelten Daten werden es in ihrer Gesamtheit ermöglichen, Veränderungen in der Landbedeckung zu beobachten, bio-geophysikalische Variablen auf der Landoberfläche zu charakterisieren, den Zustand der Ozeane zu prognostizieren, Hilfestellung bei der Krisenbewältigung in von Natur- oder Industriekatastrophen betroffenen Gebieten zu leisten, die chemische Zusammensetzung und die Qualität der Luft zu überwachen, wichtige Klimavariablen neu zu analysieren und schließlich auch Instrumente für die Umsetzung von Klimadienstleistungen zu entwickeln. Darüber hinaus wird Copernicus im Bereich Sicherheit zur Einhaltung internationaler Abkommen beitragen, aber auch zur Durchführung friedenserhaltender Maßnahmen oder sogar zur Überwachung der europäischen Grenzen. Die so gesammelten Daten bieten zusammen einen schier unglaublichen Fundus an neuen Verwendungsmöglichkeiten. Sie sind buchstäblich vom Himmel gesandt und eröffnen europäischen Unternehmen ganz neue Entwicklungschancen. Die Daten werden über eine von unserem Partner SERCO Italia entwickelte Open-Source-Plattform allen interessierten Nutzern und Entwicklern zur Verfügung gestellt werden. Das Teilprojekt Data and Information Access Services (DIAS) ist im Rahmen von Copernicus genau diesem Thema gewidmet. Langfristig soll so die Entstehung eines starken Netzwerks von Start-ups und Software-Herausgebern für die Verwertung der Bilder ermöglicht werden. Mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 15 % pro Jahr sind Dienstleistungen im Bereich Erdbeobachtung nach Angaben von PwC ein außerordentlich vielversprechender Sektor. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die potenzielle Kundschaft einige der wichtigsten Industriezweige umfasst: Verkehr, Landwirtschaft, Energie, Städtebau ...  

10 PB an Daten pro Jahr bei OVH zu hosten

OVH und seine Partner SERCO, GAEL System und Synergise gehören zu den vier Industriekonzernen, die von der ESA ausgewählt wurden, um die Daten über eine öffentliche Cloud verfügbar zu machen. OVH wird für die Cloud-Infrastruktur verantwortlich sein, und SERCO wird über die auf die Erbringung von Dienstleistungen spezialisierte italienische Tochter SERCO Italia S.p.A mit hochqualifizierten Experten und Engineers aus verschiedenen Kompetenzbereichen zu dem Vorhaben beitragen. Aus technischer Sicht besteht die größte Herausforderung in der Bereitstellung einer Infrastruktur, über die ein immenses Datenvolumen gehostet und verarbeitet werden kann und mit deren Hilfe die Daten allen interessierten Nutzern kostenlos zur Verfügung gestellt werden können − denn Copernicus ist ein Großprojekt wahrhaft pharaonischen Ausmaßes. Mehr als 10 PB an nicht vorstrukturierten Daten werden jedes Jahr generiert: geografische Bilder, Thermoaufnahmen, Dateien unterschiedlichster Art. Neben dem reinen Datenvolumen war ein entscheidendes Kriterium auch die Skalierbarkeit, denn sowohl durch neue und leistungsstärkere Satelliten als auch durch die Integration von Daten von Drittanbietern dürfte sich die Datenmenge in Zukunft noch deutlich erhöhen. Darüber hinaus waren wichtige Argumente für die Wahl von OVH auch die Vertraulichkeit der Daten (mit anderen Worten das Hosting außerhalb des Geltungsbereichs des Patriot Act/Freedom Act) und das Bestreben, eine nicht-proprietäre Lösung einzusetzen. Für Yoann Lamoureux, den projektverantwortlichen Solution Architect bei OVH, „ist das OpenStack Framework, auf dem die Public Cloud basiert, zu einer Referenz für die Entwicklung von Großprojekten geworden. OVH hat sich 2012 bei der Entwicklung des eigenen Angebots für OpenStack entschieden und ist seitdem zu einem echten Experten in diesem Bereich geworden. Bei dieser Lösung gibt es keine Limits in Sachen Datenmenge, und dank der dreifachen Replikation ist auch die Nachhaltigkeit der Daten langfristig garantiert. Aus Sicht der Kunden und Nutzer ist es ein großer Vorteil, dass die Lösung Standard ist und man nicht durch eine spezifische Technologie eingeschränkt wird; vielmehr lassen sich die eigenen Deployments über API steuern - Entwickler lieben das!“ Guido Vingione, Leiter des Projekts Copernicus Services bei SERCO, erklärt: „Wir sind stolz darauf, bei dieser revolutionären Initiative mit OVH zusammenzuarbeiten. Die Erdbeobachtungsdaten, die im Projekt Copernicus gesammelt werden, sind unglaublich reichhaltig und bieten unwahrscheinlich vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. Den freien Zugang zu den Daten zu erleichtern ist ein spannendes Vorhaben, und wir sind sehr gespannt, welche innovativen Produkte und Dienstleistungen daraus entwickelt werden.“ Der öffentliche Zugang zu Weltraumdaten ist ein neuer Meilenstein im Projekt Copernicus. Die europäische Entwickler-Community kann sich freuen − denn seit Juni 2018 gibt es neue Welten zu entdecken!